Positive Gewohnheiten etablieren mit Lift


Anfang des Jahres schrieb ich hier schon einmal etwas zum Thema gute Gewohnheiten. Das Erlernen neuer Gewohnheiten ist vor allem am Anfang eine Frage der Disziplin. Man muss eine Tätigkeit so oft ausführen, dass sie irgendwann zur Selbstverständlichkeit wird. Heute möchte ich über ein Werkzeug schreiben, das dabei eine große Hilfe sein könnte.

Eine Zeitlang habe ich Tätigkeiten, die ich zur Gewohnheit machen wollte, in einer Excel-Tabelle nachgehalten. Jeden Abend setzte ich mich einige Minuten an den Rechner und trug ein, welche meiner Gewohnheiten ich nachgekommen bin, und wo ich nachlässig war. Das System war nicht schlecht, aber es brachte auch einen gewissen, eher lästigen Aufwand mit sich.

Ich habe mir dann auch die ein- oder andere iPhone App angeschaut, um meinen Fortschritt zu dokumentieren, fand aber nichts wirklich überzeugendes. Nach einigen Wochen gab ich dann die Protokollierung meiner Gewohnheiten wieder auf – rückblickend betrachte ich das als Fehler.

Die Lift App

Durch eine Erwähnung im Smart Passive Income Podcast bin ich nun auf die iPhone App Lift aufmerksam geworden, die das Erlernen neuer Gewohnheiten so perfekt unterstützt, wie ich es mir nur vorstellen kann. Nach Installation der App muss man zunächst einen Account registrieren. Das ist sinnvoll, da man sich mit diesem auch auf der Website von Lift anmelden kann um dort umfangreiche Statistiken einzusehen.

Im nächsten Schritt legt man einige Gewohnheiten fest, die man mit Hilfe von Lift trainieren möchte. Dabei macht die App Vorschläge zu Tätigkeiten, die von anderen Nutzern ausgeführt werden. Populär sind zum Beispiel »Exercise« (40.032 Nutzer), »Drink More Water« (31.715 Nutzer) oder »Read« (15.809 Nutzer).

Tag für Tag kann man nun mit einem großen, grünen Haken jede Gewohnheit abhaken, sobald man dieser nachgekommen ist. Optional darf man noch einen Kommentar dazu abgeben. Hat man Lift eine Weile genutzt, kann man sich Statistiken über den Erfolg der geübten Tätigkeiten ansehen:

Statistik über die Gewohnheiten

Motivation durch Transparenz

Neben der Motivation, selbst den Erfolg in seiner Statistik kontrollieren zu können, schafft Lift einen weiteren Anreiz, seinen Gewohnheiten nachzukommen: Es enthält eine soziale Komponente, die es mir ermöglicht, den Erfolg anderer Nutzer zu verfolgen:

Peers

Das Wissen, dass auch andere meinen Erfolg oder Misserfolg beobachten können, schafft einen Wettbewerbscharakter und einen sanften Druck, möglichst oft einen Haken setzen zu können. Eine rudimentäre Integration von Facebook und Twitter ist auch bereits vorhanden, diese soll aber wohl noch erweitert werden.

Die Köpfe hinter Lift

Dass Lift keine 08/15 App ist, merkt man sofort, wenn man einmal damit gearbeitet hat. Tatsächlich stecken ein paar interessante Köpfe hinter Lift. So sind unter anderem die Twitter Gründer Evan Williams und Biz Stone sowie 4-Hour Work Week Autor Tim Ferris an dem Projekt beteiligt. Biz Stone beschrieb Lift einmal wie folgt:

An interesting new application for unlocking human potential through positive reinforcement.

Ein durchaus ambitioniertes Ziel und ich habe Hoffnung, dass Lift sich noch sehr gut weiter entwickeln wird. Ich jedenfalls glaube damit ein nützliches Werkzeug gefunden zu haben, um mich täglich ein kleines Bisschen zu verbessern.


Über Thomas Frütel

Thomas Frütel ist Softwarearchtitekt, Kraftsportler, Gesundheitsfanatiker und Familienvater. Auf idealkraft.de schreibt er über alles, was mit menschlicher Leistungsoptimierung - Human Performance Optimization - zu tun hat.

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