idealkraft Wochenschau – KW 41/2015


wochenschau21

Auch diese Woche habe ich wieder interessante Fundstücke aus dem Netz in der Wochenschau zusammengestellt. Die Themen sind diesmal nervengesteuerte Fettverbrennung, die Realisierung des menschlichen Potenzials, Faszientraining, Proteinsupplementation sowie Schlafenszeiten.

Deutschsprachige Artikel

Neuronen im Fettgewebe: Wie Leptin dich schlank macht
Von einer bahnbrechenden Erkenntnis in der Physiologie berichtet Damian Minichowski auf AesirSports: Offensichtlich ist das menschliche Fettgewebe genau wie Muskeln von Nervenzellen durchsetzt. Wie nun experimentell gezeigt werden konnte, lösen diese Nervenzellen bei Stimulierung einen erhöhten Fettabbau aus.

Auch wenn diese Nerven sich nicht bewusst kontrollieren lassen sind das spannende Neuigkeiten. Das Meditationswunderkind Wim Hof konnte inzwischen glaubhaft demonstrieren, dass er in der Lage ist, sein vegetatives Nervensystem zu kontrollieren. Konsequenz: Vermutlich ist es mit entsprechender Körperkontrolle möglich, bewusst eine bessere Fettverbrennung auszulösen. Was eine gute Überleitung zum nächsten Artikel ist…

Nichts ist unmöglich – Realisiere dein Potenzial
Auch der zweite Link geht diesmal an AesirSports: Crean Quaner beschreibt hier wie der Mensch sich selbst Grenzen bei der Realisierung seines Potenzials auferlegt. Achtung: Der Artikel ist harter Tobak und schwer zu lesen, doch er verspricht viel: Nichts ist unmöglich, doch um seine Möglichkeiten voll auszuschöpfen, muss der Mensch sich zunächst von seinem evolutionär gewachsenen Weltverständnis lösen. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil hierzu, in dem es hoffentlich konkrete Erklärungen gibt, wie man vom »Interfacer« zum »guten Regulator« wird.

Was die Faszie für den Bewegungsapparat bedeutet
Mein geschätzter Vereinskamerad Robert Heiduk wurde vom FIT for LIVE Magazin zum Thema Faszientraining interviewt. Dabei kam ein sehr lesenswerter Artikel heraus. Neben interessanten Einblicken in jüngere Forschungsergebnisse zum faszialen Bindegewebe macht er deutlich, wie wichtig die Körperwahrnehmung für eine optimale Leistungsfähigkeit ist.

Englischsprachige Artikel

3.2kg of Lean Mass Over Night W/ 40g of Slow Digesting Protein 30min Before Bed
In einer recht komplex aufgesetzten Studie konnten niederländische Wissenschaftler belegen, dass die Zufuhr von 40g Protein vor dem Schlafengehen zu einem deutlichen Anstieg der Proteinsynthese in den folgenden 24 Stunden führt. Der Autor des Blogposts rechnet daraus hoch, dass sich so über ein Jahr ein Muskelzuwachs von 3,2 kg realisieren ließe. Auch wenn die Rechnung so nicht aufgehen mag, ist die Studie ein weiteres Indiz dafür, dass ein spätabendlicher Proteinsnack eine sinnvolle Maßnahme ist.

Later bedtimes linked to greater weight gain
Auf die Wichtigkeit von ausreichendem und guten Schlaf bin ich hier schon oft eingegangen. Die hier vorgestellte Studie kommt zu der Erkenntnis, dass auch der Zeitpunkt des Schlafengehens eine wichtige Rolle spielen kann. Scheinbar nehmen Personen, die spät schlafen gehen leichter an Gewicht zu als solche, die früher im Bett sind. Dass es in diesem Fall nicht um Muskelmasse geht, dürfte auf der Hand liegen. Ich selbst versuche an Werktagen vor 23:00 im Bett zu sein und stehe dafür früher auf. Wie es aussieht auch aus Sicht der Körperzusammensetzung die richtige Strategie.


Über Thomas Frütel

Thomas Frütel ist Softwarearchtitekt, Kraftsportler, Gesundheitsfanatiker und Familienvater. Auf idealkraft.de schreibt er über alles, was mit menschlicher Leistungsoptimierung - Human Performance Optimization - zu tun hat.

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