Leser meines früheren Blogs Eisenfresser-Online erinnern sich vielleicht, dass ich hin und wieder mit verschiedenen Ernährungsansätzen experimentiere. War ich der Meinung, zuviel Fett am Körper zu tragen, so habe ich meist einige Wochen lang eine typische Bodybuilder-Diät mit Hühnerbrust, Reis und Ananas verfolgt. Damit bin ich immer zu einer sehr guten Definition gelangt, die annähernd einem Wettkampfbodybuilder entsprach. Eine zeitlang habe ich auch mit Low-Carb Diäten experimentiert, war aber mit dem Ergebnis weniger zufrieden.
Vor etwa einem Jahr bin ich dann erstmals auf die sogenannte Warrior-Diät aufmerksam geworden, wie sie von Ori Hofmekler im gleichnamigen Buch vorgestellt wird. Hofmekler untersucht die Essgewohnheiten unserer nomadischen Vor-Vorfahren und alter Kulturen wie den Römern und Griechen und formuliert daraus seine eigene Ernährungsphilosophie. Diese ist in vielen Punkten grundätzlich anders, als die typischen Diätansätze von Bodybuildern und Kraftsportlern.
Das wohl radikalste und zugleich zentrales Element von Hofmeklers Ernährungsansatz ist der Umstand, dass es in der Warrior Diät nur noch EINE tägliche Mahlzeit gibt. Bodybuilder, die sonst zwischen fünf und sieben Mahlzeiten täglich zu sich nehmen, dürfte diese Praxis ziemlich schockieren. Laut Hofmekler entspricht diese Vorgehensweise aber genau der Ernährung unserer nomadischen Urahnen, die den Tag mit der Jagd und dem Sammeln von Früchten und Nüssen verbrachten und sich abends zu einem großen Festmahl niederließen. Auch römische Legionäre sollen einen ähnlichen Ernährungsstil verfolgt haben.
Nun ist es bei der Warrior Diät keineswegs so, dass den Tag über gar nichts gegessen werden soll. Kleine Snacks sind erlaubt beziehungsweise sogar ausdrücklich empfohlen, diese bestehen typischerweise aus rohem Gemüse, Beeren, Obst und Nüssen und gegebenenfalls etwas Fleisch. Die Kalorienbillanz am Tag sollte jedoch deutlich im negativen Bereich liegen. Das abendliche Mahl dagegen sollte bis zur völligen Sättigung führen. Laut Hofmekler setzt diese Mahlzeit aufgrund der hohen Kalorienmenge einen starken anabolen Reiz.
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